Dümmer als Dumm

Das der Radsport, kurz vor seinem herbeigespritzten Ende steht, ist eine allgemein bekannte Tatsache. Eigentlich müsste man meinen, dass alle Radprofis kapiert haben, das Doping nicht mehr toleriert wird.
Als ob nichts gewesen sei, wird weiter gefixt und gedopt. Nach dem ganzen Medienrummel, müsste doch dem hinterletzten Nadelsportler klar sein, dass die Zeit des Dopings abgelaufen ist.
Aber nein, diese Hirnamputierten, Spritzen und Schlucken, als ob nichts gewesen sei. Angesichts dieser Unverfrorenheit erübrigt es sich, Amnestien zu gewähren und Pseudoneuanfänge zu starten. Wer so blöd ist, dass er mutwillig seinen Arbeitsplatz und den seiner Kollegen vernichtet, der sollte bis in alle Ewigkeiten vom Amateur-, und Profisport verbannt werden. Wer ein Mal dopt, sollte für die Dauer seinen Lebens keine Lizenz mehr erhalten. Teams, die von Sportlichen Leiter gemanagt werden, die in ihrer aktiven Zeit gedopt haben, gehören aus dem Radsport verbannt.
Von diesen Doping Gangster habe ich seit einiger Zeit, endgültig genug, darum habe ich aufgehört, am Fernseher, Radsportrennen anzuschauen. Und wie es scheint, war dies eine gute Entscheidung!

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Kleidung für Ultra & Velotouren

Ich folge dem Grundsatz: Beim Velofahren werde ich auf jeden Fall nass, entweder vom Schweiss oder vom Regen. Nicht die Nässe ist der Feind des Velofahrers sondern, die Kälte. Unterkühlung ist genau so schlimm wie Dehydration und / oder Unterzuckerung. Darum achte ich immer darauf, dass es nicht zu Unterkühlungen kommt.
Da sich das Nasswerden nicht vermeiden lässt, schütze ich meine Haut mit einer fettigen Creme. Die durch die Fettschicht geschützte Haut wird nicht durch das Wasser angegriffen. Oxyplastin bietet den besten Schutz, für stark beanspruchte Hautpartien.
Ein zweiter Satz Kleider ist effizienter als eine überteuerte Goretex Jacke. Bei Regenwetter schätze ich nichts mehr als trockene, kuschelige und warme Kleider, die ich nach dem Regenguss anziehen kann.
Zwar muss ich für diesen Luxus 2 Kilogramm Kleider mehr mitschleppen, aber das Bewusstsein nicht frieren zu müssen, hat eine positive psychologische Wirkung auf mich. Ganz abgesehen davon, dass ich mich immer freue, wenn ich nach einer langen Regenfahrt, keine Erkältung bekomme.
Grundsätzlich baue ich auf drei Komponenten in der Bekleidung: Gore Windstopper, Ice Breaker und dem normalen Lycra. Bei grosser Hitze ziehe ich Baumwolle an. In der Übergangszeit ziehe ich ein Odlo Leibchen an, das den Schweiss von der Haut an die darüber liegende Baumwollschicht weiter leitet.
Auf langen Distanzen und Velotouren sind Alltagskleider eine wertvolle Unterstützung. Bei starken Regen, Wind oder Temperaturstürzen, ist die klassische Nylonjacke sehr nützlich. 100 % winddicht, ist sie bei starken Regen oder langen Bergabfahrten in der kalten Jahreszeit, eine gute Sache.
Baumwolle schützt, kühlt und ist hautfreundlicher als synthetische Fasern. Im Gegensatz zu Synthetischem beugen Baumwolle und Wolle eiternden Ausschlägen vor.
Funktionskleidung ist teuer und kurzlebig. Aus diesen Gründen ist es unmöglich, sich dem Diktat der Werbung zu beugen. Spielend könnte ich pro Jahr 2000.- Franken für die Kleidung ausgeben. Je toller die Kleidung ist, umso teurer und umweltschädlich ist sie.

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Ausrüstung für Ultra & Velotouren

Das richtige Mass

Im Gegensatz zu der Technik ist mir die Ausrüstung sehr wichtig. Seit ich einen grossen Teil meiner Freizeit vor der Türe, Outdoor verbringe, neige ich zum Ausrüstungsfetischismus. Grundsätzlich ist es so, dass nie genug Material dabei ist. Auf jeder Tour, beim jedem Brevet, treffen unvorhergesehen Situationen ein.
Für jede noch so unwahrscheinliche Situation gibt es im Outdoorshop die passende Antwort. Wenn ich alles mitnehmen würde, was eventuell einmal nützlich wäre, müsste ich zuhause bleiben, weil zu viel Material zusammen kommt. So habe ich, obwohl ich ein Sicherheitsfanatiker bin, radikal abgerüstet. Ich achte darauf nur wenig, dafür einwandfreies Material mitzunehmen. Ich bin der Meinung, wenn das Velo gut gewartet wird und alle rotierenden Teile (alles, was ein Kugellager hat) öfters ausgewechselt werden, reicht ein Minimum an Reparaturmaterial.
Ich nehme eher knapp Ersatzteile und Werkzeug mit, aber dafür habe ich meistens viel zu viel Kleidung dabei. 1 Pneu, 3 Schläuche, 2 Pumpen, Notspeichen, Flicken für die Schläuche und Pneu, Latexhandschuhe, Multitool, Licht für Reparatur in der Nacht, Kettennietendrücker, Zentrierschlüssel, Schmiermittel und ein Brems/Schaltkabel reichen meiner Meinung nach für die meisten Reparaturen unterwegs. Habe ich genug Material dabei, geht nichts in die Brüche.

Apotheke

Fehlt Material, dann geht etwas schief. Grossen Wert lege ich auf eine Apotheke, die für drei Personen ausgelegt ist. Schmerzmittel, Desinfektionsmittel, Salben, Mineralstoffe, Hansaplast, Dreiecktuch, Sonnenschutzcreme, Fett, Duschmittel und Verbandspatrone habe ich immer auf längeren Brevets und Velotouren (ab 400 Kilometer) dabei.
Die Hygiene ist mir, nach schmerzvollen Erfahrungen wichtig geworden. Nichts Schlimmeres gibt es, als wenn der Schweiss die Haut angreift und gemeinsam mit dem Schmutz auf der Kleidung eiterige Wunden herbeiführt.
Ich achte immer darauf, nicht zwischen den Beinen wund zu werden. Um dies zu verhindern, desinfiziere ich mich fleissig im Schritt und wechsle alle 300 Kilometer die Hosen. Wenn ich länger als einen Tag auf dem Velo sitze, suche ich eine Duschmöglichkeit.

Viel aber nicht zufiel

Sicherlich wirkt die Materialliste die aufgezählt habe lang, aber das Gewicht für all dieses Material liegt unter 2 Kilogramm. Verschieden grosse Plastiktüten, ein leerer Müllsack und eine Handvoll Kabelbinder habe ich immer dabei. Als zusätzlicher Luxus führe ich ein Snugbag zu 500 Gramm und ein Seidenschlafsack mit. Dieses Material füllt eine Satteltasche, aber bei einem Wettereinbruch mit Sturm und Regen, den ein Abfall der Temperatur von über 20 °Celsius in der Nacht folgt, ist Nichts Überflüssiges dabei.

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Velostreifen – Todesstreifen

Radwege wurden erfunden, um das Radfahren sicher zu machen. Leider erfüllen sie ihre Aufgaben nur mangelhaft.
Schlechte Signalisation, abrupte Seitenwechsel, Überschneidungen mit Gehwegen und eine unübersichtliche Streckenführung, machen aus Velostreifen, Todesstreifen.
Jahr für Jahr verunglücken Velofahrer an Garagenausfahrten weil von eiligen Autofahrern übersehen werden.
Besonderes gefährlich wird es, wenn Velofahrer von links und von rechts von Lastwagen eingeklemmt werden.
Der Triathletin Ursula Kenel Schmid » wurde in Zürich ein unübersichtlicher Velostreifen zu tödlichen Verhängnis.
Vor einem Jahr wurde Rita Fuhrer » auf dem Velostreifen von einem Autofahrer übersehen und gerammt. Sie trug Rippenbrüchen, Schürfungen und Prellungen davon und musste sich für länger Zeit in Spitalpflege begeben.
Die Lehre aus diesen unliebsamen Vorfällen ist, dass Velofahrer nirgendwo sicher sind. Wer sicher am Ziel ankommen will, der muss passiv fahren, die Augen offenhalten und sich an die Verkehrsvorschriften halten.
Auf der Strasse gilt das Recht des Stärkeren und an jedem Ecken lauert der Tod.

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Todesfalle Veloweg

Velowege wurden erfunden, um das Velofahren sicher zu machen.
Aber leider hat die Realität nichts mit der Theorie zu tun.
Im Alltag sind Velostreifen und Velowege Todesfallen. Das Hauptproblem ist, die mangelnde Konsequenz mit denen Velowege geplant und gebaut werden.
Auf den Velowegen herrscht die Anarchie. Auf den Velowegen tummeln sich Fussgänger, handytelefonierende Mütter mit Kinderwägen, Skater, Landmaschinen und Mofas.
Der Unterhalt ist mangelhaft. Im Winter bleiben der Schnee und das Eis liegen. Im Sommer sind die Velowege voller Glassplitter und im Herbst verwandeln das Laub und der Dreck der Landmaschinen die Velowege in gefährliche Rutschbahnen.
Am gefährlichsten ist der abrupte Seitenwechsel. Inmitten stark befahrener Strecken müssen die Velofahrer die Strassenseiten wechseln.
Velowege fangen im Nichts an und hören im Nichts auf. Lebensgefährlich ist der Wechsel auf Velostreifen, die sich in der Strassenmitte befinden. Im schlimmsten Fall werden die Velofahrer von den Lastwagen eingeklemmt und überrollt. Die Lastwagenfahrer trifft nicht immer die Schuld, sie könne die Velofahrer nicht sehen, weil diese sich im toten Winkel befinden.
Lebensgefährlich sind die seitlichen Einfahrten aus Garagen und Nebenwege.
Autofahrer, die den Vortritt der Velofahrer auf den Velowegen missachten, haben schon manchem Velofahrer die Gesundheit gekostet.
Velofahrer, die am Leben bleiben wollen, meiden mit Vorteil Velowege und Velostreifen.
Lieber den Ärger und das Hupen der Autofahrer ertragen, als auf einem Veloweg zu sterben.

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Mein Tourenvelo

Die Technik des Fahrrades ist für mich nebensächlich. Wichtig ist für mich, dass das Velo robust ist. Die modernen Gimmicks, mit denen aktuellen Velos ausgestattet sind, interessiert mich nicht.
Als eher konservativer Mensch bin ich allen bunten Dingen gegenüber skeptisch eingestellt. Besonders allergisch reagiere ich, wenn mir ein junger, schmalzlockiger Verkäufer, erklärt wie man heutzutage Velo fährt. Meine Devise ist: Die beste und neuste Technik ist wertlos, wenn der Fahrer nichts taugt. Die Zeit, die ich früher vergeudet habe, um die optimale, beste, modernste Technik zu finden, spare ich mir heute und investiere sie ins Training. Ich habe total abgerüstet.
An meinem aktuellen Cannondale Hybridvelo, befinden sind Shimano 105 Teile verbaut. Das reicht mir. Ein HL-EL300G Opticube von Cateye genügt mir. Für grosse Velotouren montiere ich zwei Opticube an die Vorderstange. Im Vergleich zum Schmid Nabendynamo, den ich vorher hatte, sind sie: billiger, ausfallsicherer, gleich hell und nicht so sperrig.
Ich lege grossen Wert auf Komfort, darum habe ich mir einen Randonneur Velolenker von Veloplus geleistet. Dieser ist nach alter Väter Sitte dreimal mit Lenkerband umwickelt.
Damit ich trockenen Fusses durch den Regen komme, werde ich vorne und hinten mein Tourenvelo mit Schutzblech ausrüsten.
Sobald ich zu Geld komme, werde ich den Velorahmen austauschen. Ich werde mir einen CroMo Rahmen aussuchen, den Stahl ist elastischer als Aluminium. Auf holperigen Strassen ziehe ich einen elastischen Rahmen vor, der Alurahmen von Cannondale ist mir einfach zu hart.

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Umwelt schützen, Rad benützen

Wandelt sich das Klima? Ich weiss es nicht und jeder der von sich sagt dass er es weiss, ist eine Schwätzer. Was ich sehe und vor allem spüre, ist, dass das Wetter, verrückt spielt.
Regen, Regen, Trockenheit und so weiter und so fort. Ob sich deshalb gleich das Klima wandelt, ich weiss es nicht. Schaden würde es sicher nicht, wenn der Konsumzombie, seiner Umwelt besser sorge tragen würde und ein bisschen weniger Konsumieren würde. Das mit dem Co2 Ausstoss, ist es eine einfache Sache: Der Verkehr verbraucht rund 68% des geförderten Erdöls, der Rest wird für sonstige Produkte, wie zum Beispiel die Produktion von Wegwerfgeschirr, gebraucht.
Wer zufuss oder mit dem Velo geht, der verbraucht keine Erdöl. Würden alle zufuss oder mit dem Velo gehen würden, bräuchte es nicht einmal halb so viel Erdöl wie heute. Also dann, raus aus dem Auto und rauf auf das Rad. Die Gesundheit dankt es mit einer schwindenden Wampe.

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